Rote Karte für Baumgärtners Medi-Verbund

P R E S S E S C H A U

Stuttgarter Nachrichten 22.12.1999

Baumgärtner strebt Ärzte-Chefposten an

Stuttgart/Köln (hdw) - Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nord-Württemberg, Werner Baumgärtner, will Chef der Kassenärzte Deutschlands werden. Das bestätigte Baumgärtner am Dienstag gegenüber unserer Zeitung.

Allerdings macht Baumgärtner seine geplante Kandidatur am 15. Januar, wenn die Vertreterversammlung bei einer außerordentlichen Sitzung einen neuen Spitzenmann küren wird, von der künftigen Ausrichtung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) abhängig. Nach Meinung Baumgärtners, muss es unter anderem zu einer neuen Besetzung im KBV-Vorstand kommen und eine neue KBV-Strategie geben. "Von unten gibt es Signale für einen Neuanfang", gibt sich Baumgärtner zuversichtlich. Bei der Vertreterversammlung im Januar werde es dazu eine personelle strategische Diskussion geben. Zu einem Neubeginn gehört für den 47-jährigen Stuttgarter Ärztefunktionär unter anderem, dass die Kassenärzte Unternehmensverbünde parallel zu den Ländervereinigungen gründen, um für den Wettbewerb, den die Gesundheitsreform 2000 bringt, gerüstet zu sein.

 

Hier gelangen Sie zum MEDI-Report Nr. 5 vom 08.09.1999 mit einer kritischen Betrachtung, die das bedenkliche Machtstreben von Dr. Werner Baumgärtner analysiert.

Einen weiteren Kommentar unter dem Titel " 'Kultur' der Selbstzerstörung" vom 15.10.1999 lesen Sie
hier in der Rubrik "Das Thema".

 

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Wiedergabe auf medi-report.de mit freundlicher Genehmigung durch Thomas Barth, Redaktionsleitung Online, Stuttgarter Nachrichten online.